Industrie- und Logistik Marktbericht Frühjahr 2026

der viele Brownfield-Deals in Österreich scheitern: die Preisvorstellung der Alteigentümer. „Solange das Ge- bäude noch steht, will der Eigentümer dafür auch einen entsprechenden Preis erzielen. " Der Kauf alter Hallen lasse sich rechnerisch oft nur darstellen, wenn parallel etwa Wohnbau mitgedacht werde – bei der Spezifizierung der verbleibenden Logistikfläche stoße man dann aber schnell an Grenzen. Wolfgang von Poellnitz (OTTO Immobilien) ergänzt einen Fall aus der Vermittlungspraxis zu einem Standort im Norden von Wien. „Das war ein Industriestandort in bester Lage, der eigentlich keine Industrienutzung mehr ge- funden hat." Erst mit einem spezialisierten Nutzer aus dem Automotive-Bereich habe sich für die Liegenschaft eine tragfähige Lösung gefunden.

Interesse sein.“ Die Anforderungen an Stromkapazität werden, gerade im Zusammenspiel mit Automation und Datacenter-Nachbarschaften, zu einem eigenständigen Standortkriterium. Armen Gevorkian (Propel) beschreibt die Brownfield- Nutzung als festen Bestandteil seines Geschäftsmodells: „Wir schauen uns entweder ein Grundstück an, das wir bereinigen können, oder eine brache Liegenschaft." Als Beispiele nennt er etwa die Zuckerfabrik in Bruck oder eine ehemalige Volvo-Instandhaltungshalle. Zentral sei dabei: Umbauen sei nicht das Geschäft – „das Produkt, das wir vertreten, ist der Neubau". Der Bestand werde abgerissen, es bleibe der Standortvorteil und eine leichter zugängliche Dialogbasis mit der Gemeinde.

Franz Kastner (GARBE) benennt die praktische Hürde, an

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