4.4 Klagenfurt/Villach
Dank seiner strategischen Lage im Dreiländereck fungiert der Raum Klagenfurt-Villach als zentrales Drehkreuz für den Güterverkehr Richtung Südosteuropa. Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn im Dezember 2025 wurde die Vernetzung innerhalb der „Area South“ (Fahrzeit nach Graz nur noch 41 Min.) massiv gestärkt. Besonders der Standort Fürnitz profitiert durch den nun voll operativen Schienenzollkorridor zum Hafen Triest (Dry Port Villach) sowie neue Leitprojekte. Hier bündelt die Brau Union unter Projektleitung von GoAsset ihre Aktivitäten in einem neuen, 9.000 m² großen Ausliefe- rungslager, das im Frühjahr 2026 startete. Während Amazon im Osten Klagenfurts (Maria Saal) ein neues Ver- teilzentrum in Betrieb genommen hat, ist das Megaprojekt „Alplog Nord“ (DLH) in Federaun aufgrund gerichtlicher Einsprüche zum Naturschutz in der derzeitig geplanten
Form ruhend gestellt. Demgegenüber steht der Rückzug von Hofer, dessen Zentrallager in Weißenbach bis Ende 2026 geschlossen wird. Der Bestand, der bislang durch Eigennutzung dominiert war, öffnet sich zunehmend für spekulative Entwicklungen, wobei Nachhaltigkeit und ESG- Zertifikate (DGNB Gold) zum Finanzierungsstandard avancieren. Die Grundstückspreise haben in Villach Stadt Spitzenwerte von 215 Euro/m² erreicht, in Fürnitz liegen sie bei rund 140 Euro/m². Die Prime-Mieten für Logistik- neubauten bewegen sich mittlerweile zwischen 5,50 und 6,25 Euro/m².
5,50-6,25 Euro/m2/Monat netto Spitzenmiete Neubau
140-215 Euro/m2 Grundstückspreise
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Trend Spitzenmiete 2026
geringe Anzahl Logistikstandorte
hohe Anzahl Logistikstandorte
St. Veit an der Glan
Feldkirchen in Kärnten
Klagenfurt am Wörthersee
Villach
Quelle: Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV), OpenStreetMap contributors, ÖBB-Infrastruktur AG, Umweltbundesamt GmbH & European Union
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