2.6 Mietpreise
Objekte liegen häufig deutlich über dem submarktübli- chen Niveau. Differenziert zu betrachten ist jedoch die Lagequalität der derzeit angebotenen Erstbezugsflächen: Der Großteil dieser Flächen befindet sich nicht in etablier- ten Büroclustern und verfügt über keine unmittelbare Anbindung an hochrangige öffentliche Verkehrsinfra- struktur – die Mietpreise bewegen sich aufgrund des an- haltend hohen Baukostenniveaus jedoch im oberen Preissegment. Die Nachfrage zeigt indes, dass Mieter nach wie vor bereit sind, für erstklassige Büroflächen in Top-Lagen entspre- chende Mietprämien zu akzeptieren. Qualität und Lage bleiben somit die entscheidenden Faktoren, die auch höhere Mietansätze rechtfertigen.
Preissteigerungen waren zu Beginn des Jahres 2025 in sämtlichen Lagen zu beobachten. Ausgeprägt fielen die Mietpreiserhöhungen in erstklassigen Lagen aus – allen voran im ersten Bezirk sowie im Umfeld des Hauptbahn- hofs. Die Durchschnittsmiete ist mittlerweile auch über die 16 Euro-Schwelle gestiegen und befindet sich derzeit bei 16,10 Euro/m². Für das Jahr 2026 ist mit weiteren Mietpreissteigerungen zu rechnen. Das Angebot an neuwertigen Erstbezugs- flächen in etablierten Büroclustern bleibt aufgrund der niedrigen Fertigstellungsvolumina weiterhin begrenzt. Neubauflächen die in den letzten 12 Monaten auf den Markt gekommen sind, positionieren sich durch gehobene Ausstattungsqualität und ESG-Kriterien, durchwegs auf einem sehr hohen Mietniveau – Einstiegspreise für diese
Durchschnittsmiete und Spitzenmiete
Frühjahr 2025
Frühjahr 2026
28,50
28,50
15,80
16,10
Durchschnittsmiete
Spitzenmiete
Durchschnittsmiete
Spitzenmiete
in Euro/m²/Monat netto
© OTTO Immobilien GmbH
Spitzenmieten im europäischen Vergleich
London/ West End
165,00
102,00
Paris
55,00
München
50,00
Amsterdam
47,00
Berlin
42,00
Madrid
33,00
Brüssel
30,00
Prag
29,70
Barcelona
28,50
Wien
28,00
Budapest
20
40
60
80
100
120
140
160
in Euro/m²/Monat netto | Quelle: Knight Frank
© OTTO Immobilien GmbH
16
Powered by FlippingBook